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Federal Office of Meteorology and Climatology MeteoSwiss

Klima - was ist das?


Das Klima ist die Gesamtheit der typischen Witterungsabläufe in einer Region über eine gewisse Zeit.

Dazu gehören auch aufeinanderfolgende Phasen mit wechselnden Bedingungen. Kältere Episoden werden von wärmeren abgelöst, auf nasse Phasen folgen wieder trockenere, und nach unwetterreichen Jahren kehren wieder ruhigere Zeiten ein.

Eingeschlossen sind auch kurzfristige extreme Bedingungen. Sowohl Lawinenwinter wie auch viel zu milde und weitgehend schneelose Winter kennzeichnen die Variabilität des alpinen Klimas.

Angesichts dieser fortwährend wechselnden Verhältnisse wird leicht nachvollziehbar, dass ein "normales" Klima nicht existiert. Wir erleben das "normale" Klima in Form der einzelnen Abweichungen. Der "Normalzustand" selber ist jedoch eine rein statistische Konstruktion.


Zur Klimaproblematik

Weltweit werden grosse Anstrengungen unternommen um abzuschätzen, was in den nächsten Jahrzehnten bezüglich Klimaänderungen und ihren Auswirkungen zu erwarten ist. Der aktuelle Wissensstand wird durch die zwischenstaatliche Sachverständigengruppe Klimaänderung IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, eingesetzt durch die World Meteorlogical Organization und das United Nations Environment Programme) aufbereitet und in Form der IPCC-Berichte in einen Gesamtzusammenhang gestellt.

Veranlassung für diese weltweite wissenschaftliche Zusammenarbeit ist die berechtigte Befürchtung um eine ungünstige Klimaentwicklung, zumindest mitverursacht durch uns Menschen. Denn nach wie vor führen wir der Atmosphäre grosse Mengen der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) zu.
Kohlendioxid, Methan sowie Wasserdampf (gasförmiges Wasser in der Atmosphäre) gelten als Hauptakteure im Zusammenhang mit dem sogenannten Treibhauseffekt. Der Treibhauseffekt ist die natürliche physikalische Ursache für eine mittlere Erdoberflächentemperatur von etwa 15 °C. Ohne Atmosphäre mit ihren natürlichen Treibhausgasen (v.a. Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan) würde die Erdoberflächentemperatur etwa -18 °C betragen.

Nach dem gegenwärtigen physikalischen Verständnis verstärken die menschlichen Emissionen an Kohlendioxid, Methan und Lachgas die natürliche Treibhauswirkung der Atmosphäre, was mittelfristig zu einer erhöhten mittleren Erdoberflächentemperatur führen wird. Das Risiko, dass durch diese menschliche Beeinflussung der Atmosphäre global eine negative Gesamtwirkung erzeugt wird, ist gross.

 

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