Auch in der Schweiz sind Tornados aktiv, sogar öfters als vielfach bekannt. Selbst vor eigentlichen Tornado-Katasrophen blieb die Schweiz nicht verschont.
Laufende Tornadobeobachtung in der SchweizBeim Malojawind handelt es sich um einen ausgeprägten tagesperiodischen Wind wie er auch in anderen Alpentälern zu beobachten ist. Er entsteht, wenn bei schönem Wetter über dem mittleren Oberengadin infolge der ausgeprägteren thermischen Zirkulation ein sogenanntes "Hitzetief" entsteht. Um die Druckdifferenzen gegenüber der weiteren Umgebung wieder auszugleichen, werden vom Bergell via Malojapass etwas weniger warme Luftmassen angesaugt.
Beim Malojawind handelt es sich also um den verlängerten Talwind aus dem Bergell, der aufgrund des fehlenden Talabschlusses am Malojapass ins Engadin vorstösst. Dies erklärt auch seine "verkehrte" Richtung. Eigentlich würde man von einem Talwind erwarten, wie dies bei den meisten Talwindsystemen üblich ist, dass er talaufwärts weht. Wie erwähnt wird der Malojawind massgeblich durch die Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen thermischen Zirkulation bestimmt. Er kann demnach auch als Schönwetterwind bezeichnet werden. Sein Auftreten bzw. seine Stärke ist massgeblich von den folgenden Faktoren abhängig:

Jahreszeit: Als Folge der grösseren Sonneneinstrahlung ist der Malojawind in den Sommermonaten deutlich ausgeprägter als im Winter. Zudem wird im Winter die thermische Zirkulation durch die schneebedeckten Oberflächen stark reduziert oder gar verhindert. Stark ausgeprägte Malojawinde treten hauptsächlich in den Monaten April bis Oktober auf.

Bewölkung: Bei bewölkten Verhältnissen wird die thermische Zirkulation ebenfalls reduziert oder gar verhindert. Bei bedecktem Himmel ist demnach kaum oder höchstens mit schwachem Malojawind zu rechnen.

Höhenströmung: Höhenwinde aus nördlicher Richtung wirken dem Malojawind (SW-Wind) entgegen. An solchen Tagen werden auch im Talgrund häufig NE-Winde beobachtet. In diesen Fällen darf nicht von Malojawind gesprochen werden. Ebenfalls nicht um Malojawinde handelt es sich bei Winden, die als Folge von Frontdurchgängen auftreten, obschon in diesen Fällen ähnlich starke Winde mit derselben Windrichtung wie bei Malojawind vorherrschen können.